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40% schnellere Innovation und Produktentwicklung?

Das wünscht sich wohl jeder, der mit Produktentwicklung zu tun hat.

Innovation heisst Ideen zum Markt zu bringen, und zwar möglichst schnell. Wenn es nicht schnell genug geht, ist häufig die Produktentwicklung nicht schnell genug. Neue Methoden wir Lean Innovation verlangen noch schnellere, "agile" Entwicklungszyklen, nicht nur bei Software, sondern bei kompletten Produkten.

In einer Studie wurden die Zeittreiber identifiziert, wie aber wird man sie los?

Wo geht die Zeit verloren?

Die Studie des Fraunhofer ISI aus dem Jahr 2005 ist zwar nicht mehr ganz aktuell, sollte aber in den Grundzügen noch immer gelten. Sie zeigt, welche Probleme in der Produktentwicklung bei den befragten Firmen vorkommen, wie häufig diese auftreten und gibt eine Schätzung, wie viel Zeit bei ihrer Lösung eingespart werden könnte.

Wenn man die Häufigkeit und das Einsparpotential der häufigsten (häufiger als 20%) Zeittreiber summiert, dann kommt man auf ein durchschnittliches Einsparpotential an Entwicklungszeit von fast der Hälfte, nämlich von  41%!

Zeittreiber: Grafik mit der Häufigkeit und dem Zeitverlust der verschiedenen Zeittreiber

Wie kann man die 40% Potential heben?

Zum Beispiel durch die Verwendung von CMMI. CMMI-DEV (Common Maturity Model Integration for DEVelopment) ist ein Prozessmodell für die Produktentwicklung. Es sagt aus, was  man für effiziente Entwicklung tun soll, nicht wie man es tun soll. Das Modell besteht aus verschiedenen Prozessgebieten, welche die Ziele und Praktiken (das Was) für ein bestimmtes Thema zusammenfassen.

Wenn man nun die identifizierten Zeittreiber durch die Brille von CMMI anschaut, dann sticht einem ins Auge, dass wenige Prozessgebiete und deren Praktiken fast alle, vor allem die häufigsten Zeittreiber adressieren.

CMMI gegen Zeittreiber: CMMI Praktiken, welche die Zeittreiber adressieren
  • Anforderungsentwicklung (RD) und -management (REQM) adressieren  "Unklare Ziele bei Projektbeginn" und "Projektspezifikation unklar bzw. ändernd"
  • Projektplanung (PP) und Projektverfolgung und -steuerung (PMC) adressieren "Projektleitungs- und Planungsdefizite"
  • Risikomanagement (RSKM) adressiert "Unerwarteter technischer bzw. technologischer Anpassungsbedarf"
  • Fortgeschrittenes Projektmanagement (IPM) adressiert "Probleme bei Zusammenarbeit im Projektteam bzw. innerhalb des Unternehmens" und "Mangelnde Zusammenführung von vorhandenen Kompetenzen"
  • Organisationsweite Aus- und Weiterbildung (OT) adressiert "Fehlende Mitarbeiterkompetenzen (fachlich oder personell)"
  • Zulieferungsmanagement (SAM) adressiert "Probleme bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern"
  • zusätzlich kann technische Umsetzung (TS) und Entscheidungsfindung (DAR) helfen "Schwierigkeiten beim Einsatz neuer Technologien" zu lösen

Das heisst, dass die erfolgreiche Einführung dieser Arbeitsweisen gemäss CMMI die Entwicklungszeit merkbar reduziert.

Wir haben CMMI...

Solcept SCAMPI C Resultate: Grafik mit unseren Prozesserfüllungsgraden

Wir setzen seit fünf Jahren CMMI als Modell für unsere Arbeit und Prozessoptimierung ein. In einer Beurteilung (nach SCAMPI C durch Wibas) im Januar 2016 haben wir die Resultate in obiger Zusammenfassung erzielt (grün heisst mehr als 85% Erfüllung für die jeweilige Praktik, rot weniger als 50%, gelb dazwischen). Zu den Details der Process Areas und der jeweiligen SP (Specific Practices) und GP (Generic Practices) siehe CMMI für Entwicklung.
Wir sind sehr stolz auf das Resultat, obschon es noch einige Dinge zu tun gibt. Dauernde Verbesserung ist jedoch eine wichtige Maxime von Solcept (und auch von CMMI).

Haben Sie Fragen zu CMMI oder unserer Implementation? Möchten Sie unsere Arbeitsweise in Ihrem Projekt kennenlernen? Kontaktieren Sie mich:

Andreas Stucki

Die Studie: Ich konnte die Originalstudie nicht finden, die Grafik stammt aus der Präsentation "Was kommt nach der Krise?" von P. Ohlhausen, Fraunhofer IAO 2009-11-15.

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